Auswanderung in die neue Welt
Viele Auswanderer machten sich auch auf diesen Schiffen "mit einem Koffer voller Hoffnung" auf den Weg in die neue Welt - ohne zu wissen, ob sie das Ziel jemals erreichen würden und was sie dort erwartete.
Die Überfahrt erforderte Mut. Oftmals war es der Mut der Verzweiflung, weil das Leben in der alten Welt Europas so schwierig geworden war mit den vielen Kriegen, der Armut, dem Mangel und der Unterdrückung durch die überall lauernden machthungrigen Eliten. Diese Überfahrten waren außerdem beschwerlich und gefährlich. So mancher Passagier war den erheblichen Belastungen durch Seegang, Wetter und den Umständen an Bord nicht gewachsen. Auch nicht jedes Schiff erreichte den Zielhafen und oft mussten abenteuerliche Umwege genommen werden. So manche Überfahrt endete in den Klippen oder in Piratenhand.
Das Schiff fuhr regelmäßig auf den Routen zwischen Falmouth in Südengland und Rio de Janeiro / New York / Boston / Halifax, später auch die kurze Route zwischen Falmouth und Lissabon. Die Fahrt nach Amerika hin und zurück dauerte zwei Monate. Die Route Falmouth - Lissabon und zurück schafften die Segler dieser Zeit in zwei Wochen.
Packets - so nannte man sie
Packet-Schiffe wie die STANMER vom Falmouth Packet Service waren für die damalige Zeit schon sehr komfortabel. Kabinen für die Passagiere, auch eine Toilette, alles unter Deck. Die STANMER hatte bei einer Gesamtlänge von etwa 40 Metern ein Gewicht von 180 Tonnen und es hatte drei Decks.
So etwa wie im Bild dürfte die STANMER ausgesehen haben.
Die Flagge Blau-Weiss war ihr Erkennungszeichen.